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12.11.2008:
Bericht vom 2. gewerkschaftsübergreifenden bundesweiten Netzwerktreffen Nahverkehr

am Samstag, den 08.11.2008 in Berlin

Zu einem Erfahrungsaustausch über den Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) trafen sich am Wochenende in Berlin KollegInnen aus Nahverkehrsbetrieben. Die bisherigen Erfahrungen aus mehreren Bundesländern waren durchweg schlecht.

Die KollegInnen aus Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein–Westfalen und Sachsen–Anhalt berichteten über Lohneinbußen, Kürzungen bei Zuschlägen, Streichung von freien Tagen und des betrieblichen Kindergeldes, sowie über die Abschaffung der betrieblichen Altersvorsorge.

Außerdem sei durch die Einführung des TV-N eine Zweiklassengesellschaft in den Betrieben entstanden, welche die neueingestellten KollegInnen schlechter stelle. Hierdurch ist es zu einer erheblichen Verschlechterung des Betriebsklimas gekommen.

Aber auch bei Fahr- und Ruhezeiten hat es erhebliche Verschlechterungen für die KollegInnen gegeben. Die Fahr- und Ruhezeiten werden ständig gekürzt und die Lenkzeiten gleichzeitig erhöht. Dies ist zum einem ein Angriff auf die Gesundheit der Beschäftigen, aber auch ein Eingriff in die Sicherheit der Fahrgäste.

In einigen Bundesländern wie z. B Bayern, NRW und Niedersachsen läuft der TV-N im nächsten Jahr aus. Die Arbeitgeber haben bereits weitere Einschnitte angekündigt. Von der zuständigen Gewerkschaft ver.di haben die KollegInnen bisher leider noch nichts gehört.

Da die KollegInnen aber nicht so einfach das Schicksal über sich ergehen lassen wollen, haben sie folgenden Forderungskatalog aufgestellt, mit dem ver.di in die kommenden Tarifauseinandersetzungen starten soll:

  • Es sollen keine weiteren Verschlechterungen mehr zugelassen werden.
  • Die Wochenarbeitszeit soll bei vollem Lohn- und Personalausgleich verkürzt werden.
  • Ebenso soll eine Verkürzung der Lebensarbeitszeit angestrebt werden. (Vorruhestand und Altersteilzeit)
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. (Anpassung nach oben)
  • Angleichung der Löhne Ost an West.
  • Keinerlei Leistungslöhne.
  • Verteuerung der Nachtarbeit. (Nachtzuschläge wieder ab 20.00 Uhr)
  • Einführung von Mischdiensten. (halb Fahrdienst – halb andere Tätigkeit)
  • Weiterbeschäftigungsanspruch von dienstuntauglichen KollegInnen bei voller Lohnbewahrung.
  • Bezahlter Weiterbildungsanspruch.
  • Keine Berechnung des Urlaubsanspruchs nach Beschäftigungs- sondern nach Lebensjahren.
  • Bei zukünftigen Lohnerhöhungen Sockelbeträge anstatt prozentuale Erhöhung fordern.
  • Einheitliche Inhalte und Laufzeiten aller Nahverkehrstarifverträge.


Zu weiteren Spaltungen innerhalb der Belegschaften ist es gekommen, weil viele KollegInnen mit ver.di unzufrieden sind und aus ver.di ausgetreten oder in andere Gewerkschaften übergetreten sind. So hat sich beispielsweise in Berlin und Halle eine Betriebsgruppe der GDL (Gewerkschaft der Lokführer gebildet)

Die meisten der anwesenden KollegInnen halten diesen Weg jedoch für falsch, denn von außen lässt sich eine Gewerkschaft kaum verändern. Eine verstärkte Mitarbeit im Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di ist daher gerade jetzt notwendiger denn je.

Der Kontakt zu den aus- oder übergetretenen KollegInnen soll allerdings nicht abgebrochen, sondern eine gewerkschaftsübergreifende Zusammenarbeit soll angestrebt werden.

V. i. S. d. P.:
Alois Skrbina, Kurfürstenstr. 61, 45138 Essen,
Mitglied im Sprecherrat
des Netzwerkes für eine kämpferische
und demokratische ver.di







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