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Vom moralischen Umgang mit dem Wirtschaftsfaktor Krankheit

Leserzuschrift aus Göttingen

Es wird viel diskutiert und lamentiert über die hohen Kosten von Pflege und anderen sozialen Diensten. Gewerkschaften verhandeln mühsam einen Status für ihre Mitglieder, der schon lange keine Lohnerfolge mehr verbucht. Gewinnorientierte Lobbyisten diktieren Politik:

  • Versicherer wollen schlechtere Bedingungen für Nicht-Privatversicherte (was in sich schon moralisch höchst bedenklich ist),
  • Klinikketten bauen Monopole auf, um anschließend die Preise zu diktieren,
  • Krankenkassen schrauben ihre Zuschüsse zurück,
  • die Pharma-Industrie weigert sich sogar unwirtschaftliche, weil günstige Präparate auf
  • den Markt zu bringen, akzeptiert dabei Leiden und Tot von unzähligen Menschen.


Politik und Gewerkschaften scheinen diesem Lobbyismus hilflos ausgeliefert. In Amerika hat diese Entwicklung dazu geführt, dass sich viele reiche Bürger im Ausland (Indien u.a.) operieren lassen und über 50 Millionen Menschen gar nicht mehr am Gesundheitswesen teilnehmen können.
Die reichsten Länder der Welt als die schlimmsten sozialen Krüppel, das ist was dabei herauskommt, wenn man das Sozialsystem dem Wirtschaftssystem zum Fraß vorwirft.

Da geht es längst nicht mehr um eine Pisa-Studie. Wir sind zu einer der ärmsten Nationen der Erde verkommen, weil wir die moralische und ethische Bedeutung des Menschen aufgrund unseres wirtschaftlichen Vorankommens mit Füßen treten.

Bevor wir das Gesundheitswesen zu einem akzeptablen Heilwesen reformieren können, müssen wir unsere ethische Vorstellung von Würde und Menschlichkeit neu bewerten. Wir müssen aufhören über unseren arbeitslosen Nachbarn herzuziehen und ihm die Schuld dafür zu geben, dass wir nicht mehr bereit sind seine Zahnbehandlung zu finanzieren oder seine Behinderung zu lindern. Erst wenn dieser Schritt in allen unseren Köpfen vollzogen ist, werden wir in der Lage sein, das Gesundheitswesen von einer anderen als der wirtschaftlichen Seite zu betrachten. Und erst dann werden wir den Menschen anhand seiner Menschlichkeit bewerten.








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