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Streikbericht vom 5.2.09 in Köln


Bunt, laut und humorvoll ging es beim ersten Warnstreik der GEW im Großraum Köln zu.
Rund 600-700 Menschen waren dem Aufruf der GEW zu Warnstreik und Kundgebung auf dem Hans-Böckler-Platz gefolgt. Rund 500 angestellte LehrerInnen trugen sich in die Streiklisten ein. Viele beamtete Lehrkräfte waren aus Solidarität ebenfalls gekommen. Für Lärm und Action sorgten 15 Schulklassen, die sich mit Ihren LehrereInnen zu einer „öffentlichen Unterrichtsstunde in Politik“ auf dem Kundgebungsplatz eingefunden hatten.

Noch zwei Wochen zuvor war man bei Kölner GEW vorsichtig von ein paar Dutzende TeilnehmerInnen ausgegangen, da die Beteiligung bei der letzten Tarifrunde schwach war. Dieter, beamteter Lehrer an einer Kölner Kollegschule, brachte es so auf den Punkt: „Früher im Rahmen des alten Tarifvertrags haben immer die Müllwerker für uns mitgestreikt. Jetzt müssen wir das als Lehrer selbst tun. Es hat etwas gedauert, bis wir das begriffen haben.“
Sein Gesamt-Kollege Jan aus Alsdorf ergänzt:„ Es hat sich sehr viel Unmut und Druck aufgebaut. Zum einen haben wir durch Kürzungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld und mit den Abkopplungen von Gehaltsrunden seit Anfang der 90er Jahre rund 15% unseres Einkommens eingebüßt. Und zum anderen wird die Vergabe von Milliardenbeträgen an Banken viel und heftig diskutiert. Das hat sehr mobilisierend gewirkt.“

8% mehr Gehalt und Gleichstellung der angestellten mit den verbeamteten LehrerInnen, das sind zentrale Forderungen der GEW im Rahmen der laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder.



Der drastische Unterschied im Entgelt der angestellten Lehrkräfte im Vergleich zu ihren beamteten Kolleginnen ist das dominierende Thema auf dem Platz. Hannes, angestellter Lehrer, berichtet auf der Bühne, dass er mit 1600 EUR netto für seine 5-köpfige Familie nach Hause geht.
Die angestellten LehrerInnen haben sich daher in NRW organisiert in der „ Initiative gegen die massiven Verschlechterungen für neu eingestellte LehrerInnen in NRW“, die auch maßgeblich an der Mobilisierung und Vorbereitung des Warnstreiks mitgewirkt hat.
Sie will sich am 18. Februar erneut treffen und über das weitere Vorgehen beraten (Infos unter www.zukunftsberuf-lehrer-nrw.de)

Auf der Warnstreik- Bühne wird ein Interview mit einem angestellten Lehrer aus dem Sauerland eingespielt. Er hat sich nach Hessen verdingt und erhält dort 800 EUR brutto mehr.
Laut Pressemeldungen versucht NRW, wo derzeit 5.400 Lehrerstellen ausgeschrieben sind, ausgerechnet während der laufenden Tarifrunde ostdeutsche Lehrer abzuwerben. In Ostdeutschland werden Lehrkräfte noch schlechter bezahlt als in NRW, grundsätzlich nicht verbeamtet und zudem gezwungen, auf Teilzeitstellen zu arbeiten. In Berlin haben deshalb angestellte LehrerInnen vor kurzem zeitgleich gekündigt, um das Land zur Verbeamtung zwingen.

Allen Sonntagsreden über den  Wert der Bildung zum Trotz: Der föderale Wettbewerb um die billigsten Pädagogen ist längst eröffnet.







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