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21.06.2009:
"Ich hab Rücken"


Bericht von Kim Opgenoorth, verdi-Mitglied und Mutter von zwei Kindern im Kindergartenalter

Trillerpfeifen und laute Musik ertönt auf dem Platz vor dem Gewerkschaftshaus in Köln. Am Anfang stehen die Erzieherinnen und Erzieher noch in Grüppchen zusammen. Auf den Plakaten steht: "Mit Rückenschmerz und Tinitus ist jetzt Schluß" und "Nein, ich kann gerade nicht vorlesen, ich muss noch fünf Kinder wickeln und den Tisch decken." und "Bin Berufsanfängerin, bitte um eine Spende. Oh www.tvöd.de "  Nach und nach wird es enger, rücken alle zusammen und machen Späße. Später ziehen über 25.000 hauptsächlich weibliche Beschäftigte durch den prasselnden Regen. Die Deutzer Brücke muss gesperrt werden, da der Platz für die Abschlusskundgebung zu voll wird. An den Autobahnauffahrten ist alles zu. Als der trillernde Demozug an einer Baustelle vorbeizieht, hupt der LKW-Fahrer im Takt mit. Die Bauarbeiter auf der Laderampe winken. Die Frauen pfeifen den Arbeitern hinterher.

Am Rathaus halten zwei Mütter mit vier Kindern ein Plakat hoch: "Wir wollen viele und gesunde Erzieherinnen für gute Bildung!" und ernten Applaus und Jubel von den Demonstranten.

Auf dem Kundgebungsplatz sprechen Bsirske (Verdi), Müntefering (SPD), Van der Leyen (CDU), Renate Künast (Grüne) und Gregor Gysi (die Linke). Alle haben ihre Hausaufgaben gemacht und wissen nun, dass Kinder zwischen drei und sechs im wichtigsten Förderalter sind und dass die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen physisch und psychisch härter sind als viele andere viel besser bezahlte Berufe. Bildung hat bei allen erste Priorität. Die Demonstranten merken, dass der Wahlkampf begonnen hat. Aber das macht auch Hoffnung.




Videos von der Kundgebung in Köln am 15.6.2009 bei ver.di

Die Tagesschau-Reporterin fragt eine Mutter vor laufender Kamera: "Mal ehrlich. Sind sie nicht langsam ein bißchen genervt von dem Streik?" "Ja sehr.", lautet die Antwort "Ich habe langsam keinen Urlaub mehr. Die Bayern sollen auch mal streiken, nicht immer nur wir! Aber die Forderungen sind richtig!" Von einer anderen Mutter angesprochen, dass ihre Fragestellung  nicht gerade neutral wäre und sie Eltern gegen Erzieherinnen aufbringe, antwortet sie schlecht gelaunt: "Ich habe selber ein Kind und muß jeden Tag gucken, wie ich es untergebracht bekomme. Ich gebe zu, dass ich insistierend gefragt habe. Aber machen Sie sich keine Sorgen, die Eltern sagen immer, dass sie die Erzieherinnen unterstützen. Das kommt alles in den Antworten."







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