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06.04.2008:
Geringerer Verdienstzuwachs für Krankenhausbeschäftigte in 2008


Die Arbeitgeber wollten die Krankenhäuser abhängen. Wird der Abschluss so umgesetzt, ist ihnen das teilweise gelungen.

Die Arbeitgeber argumentierten für eine komplette Abkopplung: Der Budget-Deckel, den sie den Krankenhäusern verordnet haben, würde eine Lohnerhöhung nicht hergeben. Doch der Deckel verhindert nicht nur eine höhere Bezahlung, er verhindert auch die Finanzierung eines Gesundheitswesens nach den Bedürfnissen der PatientInnen.

Die Tarifrunde bot daher die Chance, durch deutliche Steigerung der Entgelte den Deckel zu sprengen. Das könnte der Auftakt dazu sein, für ein voll staatlich finanziertes, kostenloses Gesundheitssystem bei guten Arbeitsbedingungen und Löhnen zu streiten! Die Rekordgewinne der Großkonzerne und die Selbstbereicherung der Vermögenden zeigen auf, welcher Wohlstand heute geschaffen wird. Nutzen wir ihn im Interesse der Masse der Bevölkerung.


Doch der Abschluss akzeptiert eine Sonderbehandlung der Krankenhäuser:

Laut Tarifeinigung vom 31.3.08 werden in 2008 die Löhne zum 1.1.08 zuerst um den Sockelbetrag von 50 € erhöht, für die Krankenhausbeschäftigten erfolgt an­schließend eine Steigerung um 1,6%, für die Beschäftigten bei Bund und Kom­munen um 3,1%. Sollte diese Unterscheidung in den laufenden Redaktionsver­handlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft zur Ausarbeitung der Lohntabellen nicht mehr zugunsten der Krankenhausbeschäftigten geändert wer­den, fällt für sie die Lohnerhöhung in 2008 deutlich geringer aus als für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen. Wie viel weniger, ist abhängig von der Höhe des Bruttogehalts. 2009 schließen die Krankenhausbeschäftigten auf - sie haben 4,3% plus statt 2,8% - damit sind sie wieder auf gleicher Höhe. Der geringere Verdienstzuwachs in 2008 wird dadurch jedoch nicht ausgeglichen. Er macht bei einem Krankenhausbe­schäftigten in Baden-Württemberg, der 2007 monatlich 1.500 € brutto erhielt, ca. 300 € aus, bei 3.000 € ca. 588 € aufs Jahr gerechnet in 2008 aus.

Eine Tarifeinigung mit einer derartigen Schlechterstellung der Kranken­hausbeschäftigten in 2008 ist nicht akzeptabel. Kein Sonderopfer der Kran­kenhausbeschäftigten in 2008!





Beibehaltung der Arbeitszeit muss von den Beschäftigten voll finanziert werden

Alle in den Krankenhäusern im Westen außer Baden-Württemberg behalten die 38,5-Stunden-Woche. Dafür werden ihnen 10 Euro monatlich vom Lohn abgezogen (2008: -120 Euro) und das Lohnvolumen der Leistungsbezahlung (1% des Jahreslohns) einbehalten! Diese Kürzung wirkt tabellarisch auch 2009 fort. Die Krankenhausbeschäftigten in Baden-Württemberg arbeiten 39-, die Ost-KollegInnen 40 Wochenstunden.




Material zum Thema

Flugblatt zum "Geringeren Zuwachs 2008 für Krankenhausbeschäftigte"

Beispielrechnungen

 





06.04.2008:
Diese Ungleichbehandlung ist nicht akzeptabel

Krankenhausbeschäftigte werden beim Tarifergebnis im öffentlichen Dienst benachteiligt.

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