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02.06.2008:
Erfolg für Norwegens Flughafenangestellte

Fünftägiger Streik bringt durchschnittliche Lohnerhöhungen von 5,5 Prozent

Bericht von Alexander Brandner, Vik, Norwegen in der jungen Welt vom 27.5.2008

Nach fünf Tagen ging am vergangenen Mittwoch ein Streik der norwegischen Flughafenangestellten zu Ende. Die im größten Gewerkschaftsverband LO Stat organisierten Beschäftigten setzten ihre Lohnforderungen gegenüber der staatlichen Gesellschaft Avinor weitgehend durch. Zuvor waren die Mediationsgespräche von der Gewerkschaft abgebrochen worden, da das Arbeitgeberangebot von den geforderten sieben Prozent zu weit entfernt sei. LO Stat und die in ihr Organisierten machten statt dessen klar, daß sie auf ihren Forderungen nach Inflationsausgleich und einer Anpassung an die Einkommen in der Privatwirtschaft bestehen würden.

Zum Streikauftakt hatten zunächst 220 Beschäftigte in fünf Flughäfen, darunter Bergen und Molde, die Arbeit niedergelegt, woraufhin der Flugverkehr eingestellt wurde. In den folgenden Tagen wurde der Ausstand auf weitere Airports ausgeweitet. Obwohl der größte norwegische Flughafen in Oslo mit einer Notbesetzung teilweise bedient werden konnte, führte dies nicht zum Zusammenbruch des Streiks. Die restlichen Belegschaften setzten die Aktionen fort. Und am Dienstag vergangener Woche schlossen sich die Beschäftigten sechs weiterer Flughäfen an, darunter Stavanger, über den die Versorgung der Ölbohrinseln läuft. Gleichzeitig machten die Airlines SAS und Norwegian Druck auf die Regierung,  einem Kompromiß zu kommen.

Als die Gewerkschaft ankündigte, den Ausstand nochmals auszudehnen, wurde über Nacht eine Einigung erzielt. Diese sieht vor, daß die Gehälter im Schnitt um 19000 Norwegische Kronen (2410 Euro) im Jahr und eine Einmalzahlung von 2000 Kronen (254 Euro) steigen. Das entspricht bei einem Durchschnittsgehalt einer Steigerung von 5,5, inklusive der Einmalzahlung von sechs Prozent. Zudem konnte die Gewerkschaft Verbesserungen bei Überstunden, Nacht- und Feiertagsarbeit durchsetzen. Obwohl an den fünf aufeinanderfolgenden Streiktagen insgesamt nicht mehr als 440 Angestellte beteiligt waren, konnten sie das Management zur Aufgabe seiner starren Haltung bringen.

Auch im öffentlichen Dienst konnten die Gewerkschaften durch eine Streikdrohung Lohnerhöhungen von durchschnittlich 6,3 Prozent durchsetzen. Lediglich der Gewerkschaftsverband UNIO, der Hochschulbeschäftigte organisiert, lehnt den Kompromiß ab und will zu Arbeitsniederlegungen aufrufen.









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