Navigation:  / Themen / Verkehrsbetriebe / Lufthansa / Lufthansa: Netzwerk will Kampf für höhere Löhne gemeinsam fortführen  Home | Kontakt + Impressum | Suchen + Sitemap |
HomepageThemenÖffentlicher DienstGesundheitswesenVerkehrsbetriebeTelekomVer.di BundeskongressUPSKampf gegen Sozialabbau, Billigjobs und Zwangsarbeitweitere ThemenNetzwerk - Wer wir sindLinks






Newsletter abonnieren

Newsletter des Netzwerkes abonnieren ...


Newsletter Krankenhäuser abonnieren ...



Zum Newsletter-Archiv ...







04.08.2008:
Lufthansa: Netzwerk will Kampf für höhere Löhne gemeinsam fortführen

für eine “Nein”-Kampagne bei der anstehenden Urabstimmung

Presseerklärung des Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di


ver.di-Chef Bsirske räumte ein, mit seiner Erste-Klasse Südsee-Reise einen Fehler gemacht zu haben. Jetzt muss die ver.di-Spitze den zweiten Fehler korrigieren: Die Akzeptanz des Angebots der Lufthansa.


Angesichts der breiten Unzufriedenheit der Beschäftigten der Airline über den von ver.di bisher akzeptierten Abschluss ruft das Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di (www.netzwerk-verdi.de) die Gewerkschafts-Verantwortlichen zu einer radikalen Kurskorrektur auf: Statt weiterhin auf die Annahme des Ergebnisses bei der Urabstimmung zu setzen, fordern die ver.di-Oppositionellen von der Spitze ihrer Organisation, zu einer Politik im Interesse der Basis zurück zu kehren: Eine “Nein”-Kampagne bei der Urabstimmung könnte, so die ver.di-internen Kritiker, der Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Fortsetzung des Arbeitskampfes werden. Dazu müssten – für den Fall der mehrheitlichen Ablehnung – konkrete Kampfschritte umittelbar vorbereitet werden. Dann könne deutlich mehr erzielt werden als ein Tarifabschluss von jährlich durchschnittlich 4,2 Prozent über 21 Monate.

Ein “Nein”-Votum der Mitgliedschaft könne darüberhinaus genutzt werden, den Arbeitskampf gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften fortzuführen. Wenn das Personal vom Boden, der Kabine und die PilotInnen gemeinsam in den Arbeitskampf ziehen, könne das Lufthansa-Management gezwungen werden, die Forderungen der Gewerkschaften voll zu erfüllen. Mit einem vereinten Arbeitskampf könne die Spaltung in der Belegschaft gestoppt werden.

Das Netzwerk fordert von der ver.di-Spitze darüberhinaus eine Öffentlichkeitskampagne: Jeder Reisende müsse wissen, dass ihm nicht die streikenden KollegInnen den Urlaub vermiesen wollten. Der Lufthansa-Vorstand sei bei Rekordgewinnen und selbst nach fünf Tagen Streik nicht bereit, den Beschäftigten die Verluste ihrer Reallöhne aus den letzten Jahren auszugleichen. “Da hilft nur eins, um den Vorstand zum Einlenken zu bringen: weiter streiken!”, so Angelika Teweleit vom Sprecherrat des Netzwerks. “Die KollegeInnen sind bereit, einen Arbeitskampf für höhere Löhne auf sich zu nehmen. Gerade die massiven Steigerungen bei Lebensmitteln, Gas und Benzinpreisen in den letzten Wochen haben viele KollegInnen in eine Situation gebracht, wo sie nicht mehr wissen, wie sie über die Runden kommen sollen”, verweist die Netzwerk-Sprecherin auf die gestiegene Inflation. Ein Indiz dafür sind die sinkenden Ausgaben in Deutschland für Lebensmittel, denn laut DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsfrorschung) haben die Deutschen im Juni 2008 sieben Prozent weniger ausgegeben, als im Juni 2007.

Für den Fall, dass die ver.di-Führung weiterhin die Annahme des Abschlusses empfiehlt, ruft das Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di die KollegInnen der Lufthansa dazu auf, bei der Urabstimmung auf jeden Fall mit “Nein” zu stimmen.

An die ver.di-Führung muss das Signal gesendet werden, dass die KollegInnen mit dem jetzigen Kurs von bescheidenen Kompromissen nicht einverstanden sind.

Das Netzwerk will einen Kurswechsel in ver.di erreichen – hin zu einer kämpferischen Gewerkschaftspolitik. Dazu gehört , die Streikbereitschaft der Beschäftigten in die Waagschale zu werfen und keinen faulen Kompromissen zuzustimmen. Es darf keine Tarifabschlüsse geben ohne vorherige Diskussion und Abstimmung in der Belegschaft. Den Beschäftigten bei der Lufthansa ist lange genug Bescheidenheit gepredigt worden. Die Vorstandsmitglieder hatten gleichzeitig kein Problem damit, sich von den Gewinnen der Lufthansa selbst zu bedienen: Ihre Gehälter stiegen um 48 Prozent.

Das Netzwerk tritt für eine demokratische Gewerkschaftsstruktur und gegen Privilegien für FunktionärInnen ein. Das heißt, die Einkommen der FunktionärInnen in ver.di dürften nicht über einem durchschnittlichen Tariflohn liegen und Privilegien nicht angenommen werden. Nur so könne verhindert werden, dass die FunktionärInnen materiell von ihrer Basis abheben.Um sich gegen den dramatischen Fall des Lebenststandards zu wehren, sind kämpferische Gewerkschaften nötiger denn je, meinen die ver.di-Kritiker. Das Netzwerk fordert alle KollegInnen auf, sich einzumischen und gemeinsam für einen Kurswechsel einzusetzen.

Ansprechpartnerin und ViSdP: Angelika Teweleit, +49 172 307 13 38, a.teweleit@netzwerk-verdi.de









Kampagne für mehr Personal an Krankenhäusern








Tarifrunde im Öffentlichen Dienst für Bund und Kommunen 2012


Zum Newsletter-Archiv ...




Streik im Sozial- und Erziehungsdienst


TVÖD nachgerechnet



Wir haben die Auswirkungen des neuen Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst nachgerechnet.

mehr

 

 





Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di