Wer wir sind

Ein Netzwerk von kritischen, aktiven Kolleginnen in der ÖTV, jetzt ver.di.

Wir Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind von Privatisierungen, Arbeitsplatzabbau, gestiegener Arbeitshetze und seit Jahren von Reallohnverlusten betroffen.

Unter der Regierung Kohl begonnen, unter der rot-grünen Regierung beschleunigt fortgesetzt, findet ein riesiges Umverteilungsprogramm von unten nach oben statt. Die Arbeitgeber und Reichen werden von Steuern entlastet, stattdessen müssen die ArbeitnehmerInnen immer mehr Steuern und Sozialabgaben zahlen.

Diese Verschlechterungen finden statt, ohne daß unsere Gewerkschaft einen konsequenten Kampf dagegen führt.

Im Gegenteil: die Gewerkschaftsführung geht mit den Arbeitsplatzvernichtern ein sogenanntes Bündnis für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit ein. Der einzige Sinn darin besteht, Zugeständnisse der Gewerkschaften wie weitere Flexibilierung und Lohnverzicht im Gegenzug für leere Versprechen der Arbeitgeber durchzusetzen.

Wir wollen eine konsequente Gegenwehr gegen die Angriffe der Arbeitgeber und der Regierung.

Wir setzen auf Gegenwehr statt auf Co-Management. Wir wollen Druck auf die ver.di-Führung ausüben und selbst Initiativen ergreifen, damit eine konsequente Gegenwehr von der Gewerkschaft organisiert und durchgehalten wird.

Plattform des Netzwerks
Bei seiner Gründung im Sommer 1996 hat sich das Netzwerk eine inhaltliche Plattform gegeben. 1997 wurde zusätzlich die Forderung nach einer  Rente ab 58 und beim Netzwerktreffen im Herbst 2002 die Forderung nach einem Mindestlohn diskutiert und in die Plattform aufgenommen. Die Plattform in der aktuellen Fassung:

  • Für den Erhalt und den Ausbau des öffentlichen Dienstes zur Sicherstellung gesellschaftlicher Aufgaben
  • Gemeinsamer Kampf der Gewerkschaften gegen Angriffe, die alle Beschäftigten betreffen
  • Gegen Stellenabbau, Privatisierung und Lohnkürzungen
  • Für 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich; für den massiven Abbau von Überstunden
  • Tarifliche Rente ab 58 Jahre auf freiwilliger Basis und bei voller Rente ohne Lohn- und Gehaltskürzungen
  • Für einen Mindestlohn von brutto 2.000 Euro im Monat für Vollzeitbeschäftigte bzw. brutto 12 Euro pro Arbeitsstunde
  • Abschaffung aller Ost-Tarife und Schaffung einer Tarifeinheit für das gesamte Bundesgebiet
  • Mobilisierung der Mitglieder und Gegenwehr gegen alle Angriffe, wenn nötig bis hin zu politischen Streiks
  • Für „gläserne“ Tarifverhandlungen: die Mitglieder müssen zu jedem Zeitpunkt wissen, was läuft. Demokratische Diskussion und Entscheidung der Mitglieder über jeden Tarifabschluss
  • Wählbarkeit aller Gewerkschaftsfunktionäre, Begrenzung der Einkommen von hauptamtlichen Funktionären auf das durchschnittliche Einkommen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst
  • Europaweiter gemeinsamer Kampf der Gewerkschaften gegen das Europa der Konzerne
  • Gegen jede Form von rassistischer und sexistischer Diskriminierung
  • Solidarität und Unterstützung für alle kämpfenden ArbeitnehmerInnen in Deutschland, Europa und international.