Die Hafengewerkschaft USB – die Beschäftigte in bedeutenden italienischen Häfen vertritt – bekundet ihre Unterstützung und Solidarität mit den Hafenarbeitern in Hamburg, die am 17. August um 22:00 Uhr einen 24-stündigen Streik begonnen haben.
Beschäftigte von einem Dutzend Hafenunternehmen – darunter das HHLA-Containerterminal, das EurogateTerminal und die Hamburger Hafenbetriebsgesellschaft – hatten das Angebot der Arbeitgeber zur Vertragsverlängerung (eine Erhöhung um rund 5 %) abgelehnt und damit die Forderung der Gewerkschaft Ver.Di nach einem Plus von über 8 % untermauert.
Dies ist eine mutige Initiative, die die Bedürfnisse der Hafenarbeiter über die Interessen der Terminalbetreiber und anderer Arbeitgeber stellt – Unternehmen, die in den letzten Jahren Gewinne erzielt haben, welche weit über dem Niveau liegen, das von der Gewerkschaft Ver.Di gefordert wurde.
Die USB unterstützt diesen Kampf nachdrücklich und ist der Überzeugung, dass eine Stärkung der internationalen Solidarität unter Hafenarbeitern allen Häfen dabei helfen wird, ihre berechtigten Forderungen nach fairen Lohnerhöhungen, besseren Arbeitsbedingungen, höheren Gesundheits- und Sicherheitsstandards sowie einer angemessenen Rentenpolitik durchzusetzen.
Gemeinsam mit sechs weiteren Gewerkschaften (Enedep in Piräus, CGT in Frankreich, Liman-Is in der Türkei, LAB im Baskenland, ODT in Marokko und Orsa für den Hafen von Gioia Tauro in Italien) hat die USB für den 30. Oktober zu einem internationalen Aktionstag aufgerufen. Dieser Protesttag richtet sich gegen die Nutzung europäischer und mediterraner Häfen für den Transport von Waffen, die für den Völkermord am palästinensischen
Volk und für Kriege bestimmt sind; er wendet sich gegen Investitionen in Aufrüstung und die Militarisierung der Häfen; zudem zielt er darauf ab, die Forderungen zu Löhnen, Arbeitsbedingungen und Renten zu erneuern und sich gleichzeitig gegen Automatisierungsprozesse zu stellen, die auf den Abbau von Arbeitsplätzen abzielen.
Wir sind davon überzeugt, dass die von vielen Regierungen und Arbeitgebern vorangetriebene Kriegswirtschaft eng mit der Verarmung der Arbeiterklasse und der breiten Bevölkerung verknüpft ist.
Wir rufen alle Hafenarbeiter dazu auf, sich an diesem wichtigen Tag des gemeinsamen Kampfes zu beteiligen, bei dem Solidarität an erster Stelle steht!
Wenn die Waffen nicht reduziert werden, werden unsere Löhne niemals steigen!
Es lebe der Kampf der Hamburger Hafenarbeiter; es lebe die internationale Solidarität der Arbeiter !
